Die Rendite eines Teakholzinvestments sollte nicht
davon abhängen, was Verbraucherschützer
für angemessen halten

Erfahrene Anleger wissen, dass Investmentanbieter für ihre Renditeprognosen verschiedene Szenarien verwenden, vom niedrigsten wahrscheinlichen Zinsergebnis (Niedrigzinsszenario) über ein mittleres Ergebnis bis zum Maximalzinsszenario.

Niedrigzinsszenario-Maximalzinsszenario

Bei deutschen Investmentanbietern ist es üblich, mit der bestmöglichen Rendite zu werben und alle drei Szenarien in den Verkaufsunterlagen abzubilden.

Lukrative Renditeaussichten

Man muss diese Praxis nicht gutheissen, aber man muss sich klar machen, was geschehen würde, wenn ein Anbieter seine Werbestrategie plötzlich auf das Niedrigzinsszenario um- stellte.

Kein Anleger würde sich noch die Mühe machen, das betreffende Investment näher zu prüfen. Oder würden Sie eine Beteiligung an einem Immobilienonds in Betracht ziehen, der gerade einmal 2 Prozent Rendite verspricht? (Tatsächlich wäre ein solches Szenario bei einigen deutschen Immobilien-fonds durchaus plausibel.)

Ein wichtiger Bezugswert der Renditeprognose ist die durchschnittliche Preissteigerung für Teakholz. Nach Angaben des internationalen Verbands für Produzenten von Tropenholz (ITTO, International Tropical Timber Organization) lag diese Preissteigerung in den letzten 15 Jahren bei jährlich 5 bis 6 Prozent.

Zu diesem Bezugswert wird die Steigerung des Holzvolumens gerechnet. Schliesslich beeinflussen auch das Alter und der Umfang der geernteten Bäume die Rendite:

„Abgesehen vom stetigen Wachstum des realen Holzpreises legen die Bäume nicht nur an Volumen zu, sondern steigen ab einem gewissen Umfang stufenweise in neue Bewertungs- klassen auf. Ein Klafter Holz von jungen, dünnen Bäumen ist billiger als das gleiche Klafter Holz von grossen Baumstämmen“, erklärt der Waldinvestment-Experte Klaus Biskup.

Manche Anbieter beziehen auch den Wertzuwachs der Plantagenfläche in die Renditeprognose ein, doch diese Praxis ist nur zulässig, wenn der Anleger selbst die Plantagenfläche erwirbt.

Preisentwicklung Holz

Quelle: NCREIF, boerse.de,
Grafik: Life Forestry - eigene Darstellung

Die Rendite muss das Risiko adäquat kompensieren

In unserem Beispiel wurde ein Teakholzinvestment in Mittelamerika mit 6,6 Prozent Rendite beworben. Wenn man die für Teakholz in diesen Breitengraden bekannten Wachstums- szenarien anlegt, wird vor allem eines klar:

Entweder wirbt der Anbieter mit dem Real Case – oder die Rendite 6,6 Prozent ist viel zu niedrig angesetzt. Zum Vergleich: Ein Erneuerbare-Energien-Fonds des Traditionshauses Ökorenta wird heute mit einer Rendite von 9 Prozent vor Steuern beworben. Seine Anlagen stehen auf deutschem Boden, während die betreffende Teakholzplantage in Zentral-amerika betrieben wird. Selbst wenn es sich dabei um eine erstklassige Plantage in einem stabilen, ökologisch vorbildlichen Staat wie Costa Rica handelt, würde ein Analyst ein solches Investment automatisch mit einem höheren „Länderrisiko“ bewerten als den Standort Deutschland.

Infolgedessen müsste der Anbieter seine Anleger für dieses Risiko kompensieren, indem er ihnen einen Aufschlag auf die Rendite zahlt. Mit 6,6 Prozent Rendite für ein tropisches Edelholzinvestment sollte sich kein Anleger zufriedengeben.

„Garantierte“ Renditen und andere Marketingkniffe

Garantierte Renditen sind Musik in den Ohren sicherheitsbewusster Anleger. Im Bereich der Tropenholzinvestments haben sie aber nichts zu suchen. Mehr noch: Renditegarantien widersprechen der Kernidee eines Sachwertinvestments, unabhängig davon, ob es auf einem nachwachsenden Rohstoff oder einer Immobilie basiert.

„Einem Anleger von Sachwerten muss klar sein, dass niemand die Wertentwicklung von Wald, Immobilien, Ackerland und anderen ‚Real Assets‘ vorhersagen, geschweige denn garantieren kann. Wer anderes behauptet, verspielt seinen Anspruch auf Seriosität“, sagt Armin Volkert, Experte für Vermögensaufbau und Vermögenssicherung mit dem Fokus Ruhestandsplanung.

Dies gilt auch für Anbieter von Edelholzinvestments, die vollmundig eine bestimmte Renditehöhe „garantieren“ oder Produkte anbieten, die dem Namen nach wie ein Spar- produkt klingen. Lassen Sie sich nichts vormachen:

Sparbücher mit Garantiezins sind sicherheitsorientierte Geldanlagen, und Tropen- holzinvestments sind etwas für Anleger, die eine Bereitschaft zum unternehmer-ischen Risiko mitbringen.

 

Quelle
„Holzinvestments – Das Geschäft mit der wachsenden Rendite »“

Offizielle Website der Life Forestry Switzerland AG:
„Life Forestry Switzerland AG“

Offizielle Website der Life Forestry Foundation:
„Life Forestry Foundation“

Bilder und Video-Galerien der Life Forestry Switzerland AG:
„Bildergalerien der Teakplantagen »“
„Life Forestry Bildergalerien auf Flickr »“
„Life Forestry Videos auf Youtube »“

 

Life Forestry Pressebericht pdf download Rendite-Erfolgsszenario (312,2 KiB)

 

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