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Katastrophenalarm in Deutschland: Intakte Wälder schützen vor Hochwasser

Vor allem in Teilen im Westen Deutschlands hat die verheerende Flut letzte Woche verheerend gewütet. Noch immer dauern die Aufräumarbeiten an, Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz, Helfer sind unermüdlich im Einsatz. Weit mehr als 100 Personen haben ihr Leben verloren, der Schaden ist mehrere Milliarden Euro schwer.

Die Kritik am Krisenmanagement ist riesig, Warnungen kamen nicht durch, Warnsysteme haben versagt. Gleichzeitig schreibt man das Hochwasser den Folgen des Klimawandels zu. Eine gefährliche Kombination. Was dabei ausser Acht gelassen wird: Man hätte das Wasser trotz allem stoppen können. Aber wie?

Man hätte das Wasser aufhalten können

Die Antwort gibt der wohl bekannteste Förster Deutschlands Peter Wohlleben in einem Spiegel-Interview. Wohlleben selbst ist in der Eifel ansässig, hat die Katastrophe aus nächster Nähe erlebt; seine Einschätzung ist daher umso wertvoller. Er sieht, neben dem Klimawandel, auch die Zustände der deutschen Wälder als Ursache für die Wassermassen. “Hochwasser entsteht nicht im Tal, Hochwasser entsteht in den Bergen. Und die Gipfel der deutschen Mittelgebirge sind eigentlich bewaldet, auch in der Eifel. Nun aber gibt es überall Kahlschläge, weil die Fichtenplantagen mit dem Klimawandel nicht klarkommen und absterben,” so Wohlleben gegenüber dem Spiegel.

So würden Wälder dadurch, dass Teile des Wassers in den Baumkronen hängen blieben und dort verdunste, sowie durch den Waldboden das Wasser bremsen. Ist dieser Boden intakt und gesund, sei er “wie ein lockerer Schwamm, in den das Wasser leicht eindringt und dann gespeichert wird”, so Wohlleben. Laut seiner Einschätzung könne ein solcher Boden 200 Liter Wasser pro Quadratmeter speichern. Münzt man dies auf das letzte Unwetter um, entspricht dies den mancherorts gemessenen Regenmengen.

Der Schlüssel für gesunde Wälder sind gesunde Böden

Das Problem der Waldböden sind Holzerntemaschinen, die die Flächen plattfahren. 95 Prozent der Speicherkapazität gegen somit verloren, Wasser, das im Tal ankommt, wie Wohlleben es beschreibt. In der Tat sind gesunde Böden in jeglicher Hinsicht das A und O für das Wohlergehen der Bäume und für eine erfolgreiche Forstwirtschaft. Das weiss auch Dr. Diego Perez, Direktor und Forst-Ingenieur der Life Forestry in Costa Rica. Daher werden die Böden der Plantagen auch regelmässig von Laub und Geäst befreit. Das alles jedoch ohne, dass das ökologische Gleichgewicht gestört wird.

Ansonsten lässt man die Wälder sich entfalten, soll ein Wald, ganz gleich, ob Fichte oder Teak, gesund wachsen können, ist Biodiversität der Schlüssel. Monokulturen sind Gift für intakte Ökosysteme. Kann sich ein Wald entfalten, ist er gut gegen den Klimawandel und Ausnahmesituationen gewappnet. Dies bestätigen die Bäume der Life Forestry. Was passiert, wenn dies nicht gegeben ist, beweist abermals die Flut. Das bestätigt auch Wohlleben.

Die Zukunft der Wälder muss Chefsache werden

Was ist also zu tun, um gegen Fluten verhindern zu können? Die Antwort ist vermeintlich einfach: Man muss die Wälder wieder mehr sich selbst überlassen. Die künstliche Ansiedlung von Fremdarten, die man aufgrund des Klimawandels zu integrieren versucht, ist keine adäquate Lösung. Die Menschen müssen lernen, den Wäldern, die selbst verstehen, was sie brauchen, zu vertrauen – und von Experimenten absehen. Dabei geht es nicht nur um die Bäume selbst, sondern um das gesamte Waldökosystem, das sie umgibt. Wird dies nun auch in Deutschland beherzigt, ist die Zukunft der Wälder im wahrsten Sinne des Wortes wieder im “grünen Bereich”.

Lesen Sie mehr dazu im Spiegel-Interview mit Peter Wohlleben.

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