Presse, Teak Inside

Illegale Abholzung des Regenwaldes gebremst

Brasilien geht heute spürbar vorsichtiger
mit seinen Waldbeständen um.

Wer sich mit dem Zustand der globalen Waldvorkommen befasst, stösst selten auf Erfolgs- geschichten. Umso mehr dürfte es Life Forestry Kunden und andere Freunde einer gesunden Waldwirtschaft wundern, wenn ein Land wie Brasilien als Vorkämpfer gegen die illegale Abholzung bezeichnet wird, wie dies jüngst in einem Beitrag des Economist geschah.

Luftaufnahme des brasilianisches Amazonas-Gebietes
Brasiliens Abholzungsquote wurde massgeblich gesenkt.
Luftaufnahme des brasilianisches Amazonas-Gebietes.

Hatte dieses Land nicht ständig für Schlagzeilen gesorgt, weil es riesige Urwaldgebiete für die Viehzucht und den Anbau von Soja vernichtete? 
Genau aus diesem Grund legten der FSC® und andere Zertifizierungsorganisationen in ihren Statuten fest, dass Holzproduzenten wie Life Forestry für die Anlage von Baumkulturen keinen Urwald abholzen dürfen. Eine äusserst sinnvolle Regelung, die von den Zertifizierern akribisch überprüft wird.

Fakt ist: Brasilien hat sich seit seinen Abholzungsorgien in den 90er Jahren mit grosser Energie dafür eingesetzt, die Abholzungsquote massgeblich zu senken. Innerhalb von zehn Jahren senkte es diese um 70%, von 19.500 Quadrat kilometern im Jahr 2005 auf 5.800 Quadratkilometer 2013.

Hätte die brasilianische Regierung dem Waldschwund 2005 keinen Einhalt geboten, so wären ca. 3,2 Milliarden Tonnen zusätzliches Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt, eine Menge, die den jährlichen CO2-Emissionen der Europäischen Union entspricht.

Plantagenbegutachtung 'Santa Lucia', Costa Rica
Darauf ist Life Forestry stolz: Inmitten der Teakplantage liegt ein wunderschönes Natur-Biotop. Plantagenbegutachtung 'Santa Lucia', Costa Rica, Mai 2014

Wie also ist es Brasilien gelungen, den Teufelskreis zu durchbrechen?
Der Anfang war schwer: Als die Regierung von Brasilien Mitte der 90er Jahre ihre Kampagne startete, setzte sie die Landwirte im Amazonasgebiet unter zu hohen Erfolgsdruck. Diese sollten 80% ihres Landes für die Waldwirtschaft reservieren, zu einer Zeit, in der Soja und Fleisch am Weltmarkt Höchstpreise erzielten.

In der zweiten Phase schickte die Regierung unter der Präsidentschaft von Luis Inácio Lula da Silva Polizeikräfte ins Amazonasgebiet und machte den Abholz-ungsstopp zur obersten Priorität.

In der dritten Phase verlegte die Regierung sich auf Finanzmarktinstrumente und setzte die Staaten mit den höchsten Abholzungsquoten unter Druck: Wer sich der neuen Gesetzgebung nicht beugte, dessen Landwirte wurden von günstigen Krediten abgeschnitten.

Plantagenbegutachtung Costa Rica, Mai 2014
Ein grosser Anteil von 'Santa Monica' sind Naturwälder und Schutzzonen.
Plantagenbegutachtung Costa Rica, Mai 2014

Die Bilanz: Brasilien geht heute spürbar vorsichtiger mit seinen Waldbeständen, obwohl es gleichzeitig die Menge an landwirtschaftlich produzierten Nahrungsmitteln enorm gesteigert hat. „Das Land hat gezeigt, dass ein riesiger Anstieg der Nahrungsmittelproduktion möglich ist, ohne Wald unnötig zu zerstören,“ schreibt der Economist.

Artikel zum Bericht:
The Economist: The Amazon rainforest »

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