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Wie kontrolliert der FSC® Unternehmen während der Corona-Pandemie?

Seit über zwei Monaten schon ist der internationale Fernverkehr so gut wie zum Erliegen gekommen. Lockdowns, Grenzschliessungen, Einreiseverbote und die Einstellung des fast gesamten Flugverkehrs sorgen dafür, selbst wichtigste Geschäftsreisen grösstenteils ausfallen müssen. Während sich Vieles im Homeoffice erledigen lässt, sind diese Einschnitte für Organisationen, wie dem FSC® (kurz für Forest Stewardship Council), umso gravierender. Die Durchführung der Zertifizierungen von Betrieben weltweit wird jedoch auch zu diesen Zeiten noch gewährleistet.

Die Auditoren, die für Zertifizierungsorganisationen tätig sind, welche akkreditiert sind, Unternehmen gemäss der FSC®-Standards zu zertifizieren, sind dazu verpflichtet die Prüfungen vor Ort abzunehmen. Nur so kann tatsächlich sichergestellt werden, dass innerhalb der Betriebe, die geprüft werden möchten, wirklich getreu der Richtlinien gearbeitet wird. Aufgrund der Corona-Pandemie ist dies aktuell nicht möglich, wodurch vielen Unternehmen der Verlust der Zertifizierung droht. Für nicht wenige ist aber gerade diese von elementarer Wichtigkeit, oftmals sind langfristige Lieferverträge an die Zusicherung geknüpft, dass die Waren inklusive FSC®-Siegel ausgeliefert werden. Auch bei der Preisfindung der Produkte spielt es eine essenzielle Rolle, ermöglicht zertifiziertes Holz schliesslich bessere Konditionen für den Verkäufer. Zudem weiss so der Käufer, dass es hierbei um legales, qualitativ hochwertiges Holz handelt.

Um die Einbussen möglichst gering zu halten, erlaubt der FSC® seit Ende Januar 2020, dass Unternehmen die fälligen Audits auch auf digitalem Wege durchführen lassen können. Diese Sonderregelung gilt allerdings nur, wenn der Betrieb in einem Corona-Risikogebiet liegt oder ein Vor-Ort-Besuch durch Restriktionen im Reiseverkehr unmöglich ist. Eine weitere Einschränkung: Lediglich diejenigen Unternehmen, die bereits FSC®-zertifiziert sind und zudem weder Beschwerden sowie ein nur geringes Risiko für Verstösse gegen die Standards aufweisen, dürfen das Angebot der sogenannten „Desk-Audits” nutzen. Die notwendigen Unterlagen müssen durch die Kontrolleure vorab geprüft werden, der Austausch findet per Videokonferenz statt. Bei wichtigen Aussagen oder Schritten erfolgt eine Absicherung mittels digitaler Unterschrift. Neuzertifizierungen erfolgen nach wie vor erst nach einem physischen Vor-Ort-Termin.

Die Life Forestry begrüsst das Vorgehen des FSC® den Audit trotz dieser Widrigkeiten weiterhin zu ermöglichen, um so zu gewährleisten, dass Unternehmen ihre Zertifizierung, die ein wichtiger Bestandteil des internationalen Handels ist, behalten können. Für die Sicherstellung einer nachhaltigen und ökologischen Bewirtschaftung von Plantagen ist das Siegel des FSC® unerlässlich. Nur so kann Käufern garantiert werden, dass gemäss höchster Standards gearbeitet wird und das Holz aus legalen Beständen stammt. Aus diesem Grund legt auch die Life Forestry auf ihren Teak-Plantagen grossen Wert auf die Einhaltung der FSC®-Kriterien.