Mit Teakplantagen (hier ein Teaksetzling) kann der Druck von Naturwäldern genommen werden. Bild: © Lifeforestry

Fast 2,4 Millionen Quadratkilometer Naturwald gingen seit 1990 verloren. Diese massive globale Waldzerstörung entwickle sich zu einer immer grösseren Bedrohung für Artenvielfalt, Klima und Menschheit, schreibt der WWF in seinem neuesten Waldbericht. Warum die Naturschutzorganisation Baum-Plantagen unter bestimmten Bedingungen für einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz hält, erklärt Lambert Liesenberg von der Life Forestry Switzerland AG.

2,4 Millionen Quadratkilometer – das entspricht der sechsfachen Fläche Deutschlands! Am meisten betroffen sind die tropischen Wälder in Afrika und Südamerika: Ganz Afrika hat seit 1990 etwa 860.000 Quadratkilometer eingebüsst, was zwölf Prozent seiner Waldfläche entspricht. Am schlimmsten steht es jedoch um den grössten Regenwald der Erde, den Amazonas, der allein 310.000 Quadratkilometer verlor.

Aufforstungen nehmen den Druck von Naturwäldern

Schuld am Dilemma sind verschiedene Faktoren. Mit Abstand am meisten Verantwortung trage jedoch die industrielle Landwirtschaft mit ihrer extensiven Viehhaltung und dem Anbau von Palmöl und Soja in riesigen Monokulturen, heisst es von Seiten des WWF. Monokulturen, sprich Plantagen, sind also mit verantwortlich für den Waldverlust? „Das kommt auf die Art der Plantage an“, sagt Lambert Liesenberg, Geschäftsführer der Life Forestry Switzerland AG, die in Costa Rica und Ecuador FSC-zertifizierte Teakplantagen (www.lifeforestry-plantagen.com) betreibt. „Der WWF bewertet Aufforstungen wie die unseren sogar explizit als wichtigen Schritt gegen die weitere Zerstörung der Wälder. Denn sie nehmen den Druck von den Naturwäldern, indem sie größere Mengen an legal gewonnenem Holz liefern können.“ Das Aufforsten sei ein Beitrag zum Klimaschutz, zugleich könnten die Plantagen helfen, den Druck auf die Naturwälder zu verringern, schreibt der WWF.

WWF fordert Verbindung von wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz

Wir müssten die Folgen sehen, die eine kurzfristige Profitmaximierung und die weitere Ausbeutung unserer Ressourcen zwangsläufig mit sich bringen werden. „Langfristig sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen“, sagt Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland. „Wälder versorgen uns mit sauberem Wasser, schützen uns vor Erosion und Fluten und stabilisieren unser Klima. Setzen wir das aufs Spiel, verlieren wir mehr als ein paar Prozente Wirtschaftswachstum.“

Life Forestry: FSC-Siegel garantiert Nachhaltigkeit

Genau hier setzt auch das Konzept der Live Forestry Switzerland AG an. „Wir lassen unsere Teakplantagen von Anfang an vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifizieren“, erklärt Liesenberg. „Das garantiert die ökologische Nachhaltigkeit der Pflanzung und stellt sicher, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt, dass die regionale Bevölkerung miteinbezogen wird, dass sichere Arbeitsbedingungen herrschen und die Rechte von Arbeitern und Gemeinden gewahrt werden. Zudem belegt das FSC-Siegel, dass für diese Pflanzungen keinesfalls Naturwald gerodet wurde.“ Dazu haben Anleger hier noch die Aussicht auf zweistellige Renditen. „So bieten wir eine guten Verbindung von wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz“, sagt Liesenberg.