Schutzzonen und Biotope durchziehen die Teakplantagen von Life Forestry. Etwa ein Viertel der Flächen werden so von Life Forestry auf Dauer geschützt. (Bild: © Lifeforestry)

In Ecuador haben Forscher eine ungewöhnliche Idee für den Schutz von Tieren entwickelt: Sie versteigern Namensrechte – und kaufen dafür Wald. Weil nicht genug Wald zum Verkauf steht, empfiehlt die Life Forestry Switzerland AG den Kauf von Teakbäumen aus zertifizierten Plantagen. Auch sie bieten Tieren Schutz und Lebensraum – und dem Investor attraktive Renditen.

Himmelssterne kann man schon lange „kaufen“ und nach sich selbst oder einem geliebten Menschen benennen. Forscher um Alejandro Arteaga vom American Museum of Natural History in New York kamen nun auf die Idee, mit diesem Konzept auch Artenschutz zu betreiben. „Eine starke Idee“, findet Lambert Liesenberg, Geschäftsführer der Life Forestry Switzerland AG. „Kürzlich wurden fünf neue Schlangenarten in Ecuador entdeckt, die bereits vom Aussterben bedroht waren.“

Besser als Sterne

Ein DNA-Abgleich mit bekannten Arten ergab, dass es sich tatsächlich um neue Arten handelt. Allesamt gehören sie zur Gruppe der Schneckennattern Dipsadini. Und sie brauchen dringend neuen Lebensraum. „Der konnte nun tatsächlich nach der Versteigerung ihrer Namen erworben werden“, berichtet Liesenberg. Eine der Arten heisst nun Dipsas bobridgelyi nach dem Meistbietenden, dem Ornithologen Bob Ridgely. Er kaufte sich gleich noch eine zweite zu Ehren seines Vaters dazu, dem verstorbenen Vogelkundler und Naturschützer Beverly Ridgely, und die heisst jetzt Sibon bevridgelyi. Von den Erlösen der Namensversteigerung konnten 72 Hektar Land erworben werden, die an ein Naturschutzgebiet angegliedert sind.

„Sternen-Namen haben generell keine formale Gültigkeit“, sagt Liesenberg. „Ein Art-Name ist etwas ganz anderes, denn mit wenigen Ausnahmen wird dieser Name ganz offiziell von Öffentlichkeit und Fachwelt genutzt.“ Dass die Käufer mit ihrer Spende den Lebensraum der Art schützen, ist ein weiteres charmantes Detail der Idee.

Gute Alternative: Bäume kaufen und damit Schutzraum schaffen

Nun steht aber nicht überall Wald zur Verfügung, der zu kaufen ist und sich als Lebensraum für neue Arten eignet. Ausserdem hat nicht jeder das Geld, um solche Summen einfach zu spenden. Liesenberg empfiehlt den Erwerb von Bäumen auf den zertifizierten Life-Forestry-Teakplantagen in Costa Rica und Ecuador. „Um die Zertifizierung zu bekommen und zu behalten, achten wir akribisch darauf, auch genügend Lebensraum für Tiere anzulegen“, verspricht Liesenberg. Wer sich davon überzeugen möchte, sei herzlich eingeladen, sich ein persönliches Bild auf der Plantage zu machen. Indem das Unternehmen Tieren Schutz, Lebensraum und Nahrung bietet, bewahrt es die Artenvielfalt des Standortes. „Dazu haben Sie als Anleger mit Ihrem Teakinvestment auch noch Aussicht auf zweistellige Renditen“, fügt Liesenberg hinzu.