life forestry » Mai 23rd, 2018

Mit Teakplantagen (hier ein Teaksetzling) kann der Druck von Naturwäldern genommen werden. Bild: © Lifeforestry

Fast 2,4 Millionen Quadratkilometer Naturwald gingen seit 1990 verloren. Diese massive globale Waldzerstörung entwickle sich zu einer immer grösseren Bedrohung für Artenvielfalt, Klima und Menschheit, schreibt der WWF in seinem neuesten Waldbericht. Warum die Naturschutzorganisation Baum-Plantagen unter bestimmten Bedingungen für einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz hält, erklärt Lambert Liesenberg von der Life Forestry Switzerland AG.

2,4 Millionen Quadratkilometer – das entspricht der sechsfachen Fläche Deutschlands! Am meisten betroffen sind die tropischen Wälder in Afrika und Südamerika: Ganz Afrika hat seit 1990 etwa 860.000 Quadratkilometer eingebüsst, was zwölf Prozent seiner Waldfläche entspricht. Am schlimmsten steht es jedoch um den grössten Regenwald der Erde, den Amazonas, der allein 310.000 Quadratkilometer verlor.

Aufforstungen nehmen den Druck von Naturwäldern

Schuld am Dilemma sind verschiedene Faktoren. Mit Abstand am meisten Verantwortung trage jedoch die industrielle Landwirtschaft mit ihrer extensiven Viehhaltung und dem Anbau von Palmöl und Soja in riesigen Monokulturen, heisst es von Seiten des WWF. Monokulturen, sprich Plantagen, sind also mit verantwortlich für den Waldverlust? „Das kommt auf die Art der Plantage an“, sagt Lambert Liesenberg, Geschäftsführer der Life Forestry Switzerland AG, die in Costa Rica und Ecuador FSC-zertifizierte Teakplantagen (www.lifeforestry-plantagen.com) betreibt. „Der WWF bewertet Aufforstungen wie die unseren sogar explizit als wichtigen Schritt gegen die weitere Zerstörung der Wälder. Denn sie nehmen den Druck von den Naturwäldern, indem sie größere Mengen an legal gewonnenem Holz liefern können.“ Das Aufforsten sei ein Beitrag zum Klimaschutz, zugleich könnten die Plantagen helfen, den Druck auf die Naturwälder zu verringern, schreibt der WWF.

WWF fordert Verbindung von wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz

Wir müssten die Folgen sehen, die eine kurzfristige Profitmaximierung und die weitere Ausbeutung unserer Ressourcen zwangsläufig mit sich bringen werden. „Langfristig sägen wir an dem Ast, auf dem wir sitzen“, sagt Susanne Winter, Programmleiterin Wald beim WWF Deutschland. „Wälder versorgen uns mit sauberem Wasser, schützen uns vor Erosion und Fluten und stabilisieren unser Klima. Setzen wir das aufs Spiel, verlieren wir mehr als ein paar Prozente Wirtschaftswachstum.“

Life Forestry: FSC-Siegel garantiert Nachhaltigkeit

Genau hier setzt auch das Konzept der Live Forestry Switzerland AG an. „Wir lassen unsere Teakplantagen von Anfang an vom Forest Stewardship Council (FSC) zertifizieren“, erklärt Liesenberg. „Das garantiert die ökologische Nachhaltigkeit der Pflanzung und stellt sicher, dass die Artenvielfalt erhalten bleibt, dass die regionale Bevölkerung miteinbezogen wird, dass sichere Arbeitsbedingungen herrschen und die Rechte von Arbeitern und Gemeinden gewahrt werden. Zudem belegt das FSC-Siegel, dass für diese Pflanzungen keinesfalls Naturwald gerodet wurde.“ Dazu haben Anleger hier noch die Aussicht auf zweistellige Renditen. „So bieten wir eine guten Verbindung von wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutz“, sagt Liesenberg.

Die Lage der Life Forestry Plantagen in Cota Rica.

Das Musterland Lateinamerikas hat einen neuen Präsidenten: Der 38-jährige Carlos Alvarado ist wie sein Vorgänger Sozialdemokrat und setzte sich in der Stichwahl deutlich gegen den konservativen Fabricio Alvarado durch. Die Life Forestry Switzerland AG stellt ihr kurz vor und erklärt, warum seine Pläne gut für alle Teak-Investoren in Costa Rica sind.

 

Anfang Mai hat er sein Amt als bislang jüngster Präsident Costa Ricas angetreten und seinen Parteifreund Luis Guillermo Solís abgelöst. Mit 60 Prozent der Stimmen hat er sich in der Stichwahl deutlich gegen den evangelikalen und konservativen Gegenkandidaten Fabricio Alvarado (die beiden sind nicht verwandt oder verschwägert) durchgesetzt. Er verkörpere eine neue Generation von Politikern, die quer ins Politikleben einsteigen, heißt es in den Medien. Alvarado ist ausgesprochen vielseitig. So hat er bereits drei Romane und einen Erzählband veröffentlicht, sang mal ein einer Rockband, arbeitete als Journalist und stand als Direktor einem multinationalen Unternehmen vor.

Green Economy und Geld für Infrastruktur

Vor vier Jahren organisierte Alvarado die Wahlkampagne des späteren Präsidenten Solís und wurde von diesem erst zum Entwicklungs-, später zum Arbeitsminister ernannt. Bis er sich selbst zur Kandidatur als Landeschef entschloss. Seine erklärten Ziele: Er will die Wirtschaft des Landes auf „green economy“ umstellen, Diesel- und Benzinbusse von den Strassen verbannen und mehr Geld in Bildung und Infrastruktur investierten.

Politische Stabilität in der „Schweiz Mittelamerikas“

„Wir freuen uns sehr, dass mit Carlos Alvarado ein Mann gewählt wurde, der wie sein Vorgänger die politische Stabilität des Landes gewährleistet und gleichzeitig grüne Investitionen fördert“, erklärt Lambert Liesenberg, Geschäftsführer der Life Forestry Switzerland AG, die in Costa Rica eine ganze Reihe zertifizierter Teakplantagen aufgeforstet hat. „Das Land ist seit Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich ein Vorbild in der Region und bietet somit eine hohe Investitionssicherheit.“ Darüber hinaus existieren Investitionsschutzabkommen mit der Schweiz, Deutschland und zahlreichen anderen Investorenländern. Das Militär wurde bereits 1948 abgeschafft und Ex-Präsident Oscar Arias Sanchez ist Träger des Friedensnobelpreises. „Nicht umsonst nennt man Costa Rica auch die ,Schweiz Mittelamerikas’“, ergänzt Liesenberg.