teakplantagen-plantagen-management_02Teakholz ist für den Einsatz im Freien zweifellos extrem gut geeignet, stellt die Redaktion der Wiener Tageszeitung Die Presse fest. Aber ist es auch nachhaltig? Life Forestry berichtet, zu welchem Schluss die Redaktion kommt.

Zäh wie Leder sei das Holz des Teakbaums, schreibt Elisabeth Postl, und „nicht zuletzt dank dieser Qualität eines der bekanntesten Materialien für Gartenmöbel“. Der hohe Gehalt natürlicher Öle schütze Teakholz vor Krankheiten, Schädlingen und Dauerregen. Nicht mal Politur müsse man einsetzen, um es vor der Witterung zu schützen. Kein Wunder, dass man in Indien sogar Haustüren, Balken und Säulen aus Teakholz baut – es trotzt sogar Termiten. Allerdings, fragt sich Postl: Kann ein Holz, das so viele Kilometer zurückgelegt hat und heute in Ländern produziert wird, in denen er natürlicherweise nicht vorkommt, unsere Wünsche nach ökologischer und regionaler Nachhaltigkeit erfüllen? Oder solle man als Endkunde nicht lieber auf andere Materialien für die Möbel im eigenen Garten umsteigen?

„Verlässlich sind die Zertifikate des Forest Stewardship Councils“

Eine Lösung sei natürlich der Kauf von Vintage-Möbeln, denn Teak halte ja ewig. Doch nicht jeder mag an gebrauchten Tischen und Stühlen sitzen. Die Redaktion gibt ihren Lesern schliesslich den folgenden Tipp: „Tatsächlich verlässlich sind die Zertifikate des Forest Stewardship Councils (FSC): Es bestätigt einen verantwortungsvollen Umgang mit Wäldern und in der Weiterverarbeitung des Holzes – sowohl auf Umwelt- als auch Gesellschaftsebene.“ Möbel mit dem FSC-Siegel könne man guten Gewissens kaufen.

Auch Life Forestry legt grossen Wert auf eine Zertifizierung seiner Teakplantagen. Geschäftsführer Lambert Liesenberg erklärt: „Eines der wichtigsten FSC-Kriterien für Baumplantagen richtet sich gegen den Missbrauch von Anbauflächen, wie er vor allem in Indonesien und anderen Ländern Südostasiens praktiziert wurde: Nachhaltige Plantagen dürfen nicht auf Flächen errichtet werden, die man zum Zweck der Baumpflanzung gerodet hat. Bestehende Natur- und Sekundärwälder am Standort müssen geschützt werden.“ Zudem gewährleiste eine Zertifizierung, dass Plantagenbetreiber einerseits Austrocknung und Erosion entgegenwirken, andererseits Überschwemmungen verhindern. Gentechnisch modifizierte Bäume sind vom Anbau auf zertifizierten Plantagen ausgeschlossen.

Bevölkerung wird einbezogen, Artenvielfalt bleibt erhalten

„Auch die Grösse der Plantage im Verhältnis zur nicht bewirtschafteten Umgebung spielt eine Rolle, ausserdem das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung sowie der Tierwelt.“ Und: Nachhaltig bewirtschaftete Baumplantagen haben signifikante Natur-Schutzzonen, die nicht bewirtschaftet werden und auf denen zahlreiche wilde Baumarten wachsen. Damit bewahren sie die Artenvielfalt ihres Standorts.

Die 10 Prinzipien der FSC-Zertifizierung finden sich auch auf der Life Forestry Homepage.