ForestFinance Vergleich zu GreenTeak wirft Fragen auf!
Die ForestFinance GmbH in Bonn versucht ihr Produkt “GreenTeak” wieder durch einen Ihrer eigenen Vergleiche mit seinen Wettbewerbern in ein positives Licht zu rücken. Dabei finden sich selbst in den verschiedenen Dokumenten der Forest Finance widersprüchliche Aussagen. Manche sind schlichtweg falsch oder suggerieren durch das Hinzufügen oder Weglassen von wichtigen Informationen einen völlig falschen Sachverhalt. So bedient sich Forest Finance immer wieder fragwürdiger Marketingmassnahmen. Aufgrund der Vehemenz von Forest Finance und der Vielzahl der Fehler in den Aussagen sieht sich Life Forestry gezwungen, diese im Interesse einer objektiven Aufklärung für den Verbraucher zu korrigieren.
Ist der Vergleich von ForestFinance einfach nur zu oberflächlich oder will man mit dem Angebot für GreenTeak ganz gezielt Tatsachen zu verdrehen? Nachstehend haben wir für Sie die wichtigsten Aussagen aus den Vergleichen, der Homepage und den Unterlagen von Forest Finance richtig gestellt und zusammengefasst:
ForestFinance : Grundeigentum an Teakholz-Plantagen
Bei Life Forestry und bei der Lignum AG wird man nicht Eigentümer des Bodens, sondern erwirbt lediglich eine bestimmte Anzahl von Bäumen. Der Käufer schließt “quasi ein Termingeschäft auf das geerntete Holz ab”.
Life Forestry: Hier wird suggeriert, dass man bei GreenTeak von ForestFinance Bodeneigentümer wird. Das stimmt aber nicht. Tatsache ist, dass mit dem Angebot von “GreenTeak” nichts anderes als genau das entsteht: “Ein Termingeschäft auf das abgeerntete Holz”. Bei Forest Finance kann man gegen einen Aufpreis von 6.000 Euro auch Bodeneigentümer werden. Das ändert zunächst nichts an dem Termingeschäft. Vielmehr leitet sich daraus dann aber eine weitere Unwahrheit ab.
ForestFinance : Teak-Monokulturen
“… GreenTeak-Monokulturen werden anschliessend in Mischwälder umgewandelt”.
Life Forestry: Wenn der Kunde Eigentümer des Grund und Bodens wird, hat Forest Finance keinen Einfluss auf die weitere Bewirtschaftung des Landes. Der Kunde entscheidet was mit dem Land passiert.
ForestFinance : Die wirtschaftlichen Entwicklung Ecuadors
“… Ecuador ist das zweitärmste Land Südamerikas.”
Life Forestry: Mit dieser Aussage wird suggeriert, dass Ecuador den Status eines Entwicklungslandes hat und erweckt zudem den Eindruck, dass hier Ausbeutermentalität herrscht. Tatsächlich rangiert Ecuador unter den 13 Staaten Südamerikas beim zitierten Bruttoinlandsprodukt pro Kopf im Jahr 2008 an 7. Stelle. Bei der wirtschaftlichen Wachstumsrate liegt Ecuador an dritter Stelle in Südamerika. Ecuador gehört zu den wirtschaftlich perspektivreichsten Ländern der Erde. Die UN haben festgestellt, dass es in Ecuador keinen Analphabetismus mehr gibt. Das Land setzt auf nachhaltige Entwicklung und hat Umweltschutz sogar ins Grundgesetz geschrieben. Für Analysten gilt Ecuador als erste Wahl für perspektivisch angelegte Investitionen.
ForestFinance : Laufzeit des Teakinvestments
“Der Anbieter verkauft Holz dieser Bäume im Auftrag des Käufers nach 20 Jahren. Die Laufzeit vom vergleichbaren GreenTeak-Produkt von ForestFinance beträgt 18 Jahre. Zudem handelt es sich um bereits vierjährige Bäume, so dass diese beim Erntezeitpunkt also zwei Jahre älter und entsprechend wertvoller sind. Außerdem ist das Anpflanzrisiko deutlich geringer, da alle Bäume bereits ausgetrieben haben.”
Life Forestry: Die Wahrheit findet sich an anderer Stelle auf der Homepage von Forest Finance, bezeichnenderweise in der Liste der Vorteile von Green Teak: “Anwuchsgarantie : Die schwierigen ersten Jahre hat Ihr Forst bereits erfolgreich überstanden”.
Offenbar gibt es bei Forest Finance schwierige Jahre. Davon kann bei Life Forestry keine Rede sein. Wer den richtigen Boden wählt, die richtige Region und ein entsprechendes Forstmanagement bereithält, der hat keine Schwierigkeiten. Selbst das Risiko von Sturmschäden, Erdbeben oder Schädlingsbefall kann bei der entsprechenden Auswahl des Landes und einer ökologischen und fachkompetenten Forstwirtschaft ausgeschlossen werden. Was bleibt ist höhere Gewalt. Doch sämtliche Risiken sind über eine Versicherung abgedeckt. Von schwierigen ersten Jahren kann bei Life Forestry jedenfalls keine Rede sein. Auf den Wert der Bäume zum Erntezeitpunkt wird später gesondert eingegangen.
ForestFinance : CO2-Zertifikate und Holzerlöse
“Erlöse aus CO2-Zertifikaten, Samenverkauf oder Bodenwertsteigerungen erhält man bei Life Forestry und Lignum nicht. Von den Holzerlösen zieht Life Forestry zudem 15 Prozent ab, d.h. die Kunden erhalten lediglich 85 Prozent der Erlöse”. Forest Finance hingegen behauptet einen Ausschüttung von 96-100%
Life Forestry: Diese Aussage ist gleich in mehrfacher Hinsicht falsch. Zum einen ist Life Forestry in der Validierungsphase für CO2-Zertifikate, von denen der Investor selbstverständlich profitiert. Forest Finance macht die Aussage, dass es Erlöse aus dem Verkauf eben solcher Zertifikate nur bei ihnen geben wird. Abgesehen davon, dass dies nicht stimmt, hüllt sich Forest Finance auch in Schweigen darüber in welcher Höhe der Anleger davon profitiert. Jedenfalls steht nichts davon im Angebot. Stattdessen wird hier nur wieder suggeriert. Gleiches gilt für die Auszahlung der Erlöse. Richtig ist, dass Life Forestry Managementgebühren von 15% vom Erlös erhält. Wer das Angebot der Forest Finance jedoch genau studiert findet folgende Aussage: ” Auf Basis dieses Realpreises und der Erntemenge ergibt sich ein Ertrag von knapp 52.000 Euro für einen Hektar (1.100 Setzlinge) GreenTeak und eine Rendite von 5,47 Prozent. Wobei die Erntekosten von 15 Prozent bereits abgezogen sind.” Also auch hier der Abzug von 15%.
ForestFinance : Prognose des Holzertrages
Forest Finance prognostiziert 200 Festmeter verwertbares Tropenholz pro Hektar. “Höhere Holzertragszahlen beruhen unserer Einschätzung nach ausschliesslich auf fehlender forstlicher Erfahrung und damit auf zu optimistischen Einschätzungen”.
Life Forestry: Es ist durchaus wahrscheinlich, dass in den Forsten der Forest Finance auch nach 22 Jahren nur 200 Festmeter Holz zu erwirtschaften sind. Das hängt mit dem Standort und den klimatischen Voraussetzungen ab. Über die forstwirtschaftliche Qualität der Forst Finance zu urteilen obliegt uns nicht. Der Life Forestry aber fehlende forstliche Erfahrung zu unterstellen ist dreist und unverschämt. Hier will das Unternehmen offensichtlich von den eigenen Unzulänglichkeiten ablenken. Wieso sonst schreibt Forest Finance lediglich von einem Ertrag von “verwertbarem Tropenholz” und nicht etwa von Teakholz.
ForestFinance : Renditeprognose von GreenTeak-Investment
“Die Renditeprognose für ihr GreenTeak-Investment hängt von drei Faktoren ab: Holzmenge, Holzpreis und Preissteigerung für diesen”. Forest Finance geht hier nicht nur von angenommenen Werten aus, sondern davon, was derzeit real am Markt an Preisen erzielt wird. “Für Teak-Plantagenholz, etwa 20 Jahre alt, zertifiziert und guter Qualität wird derzeit ein Preis von circa 340 Euro pro Kubikmeter erzielt”.
Life Forestry: Die Feststellung der Parameter für die Rendite des Investments stimmt. Jedoch unterstellt Forest Finance, dass diese Parameter bei allen Anbietern gleich sind. Genau das stimmt jedoch nicht. Bereits der heutige Marktpreis für Holz der Qualität von Life Forestry liegt bei rund 1050 Euro je Kubikmeter. Dies ist nachzulesen im itto-Report, der 14-tägig erscheint. Auch die Holzmenge wird aufgrund der besseren Rahmenbedingungen deutlich über den Erwartungen der Forest Finance liegen. Dies konnte sogar in einem unabhängigen Gutachten eines des weltweit führenden Teak-Experten bestätigt werden. So gesehen stimmt die Ertragsprognose von 52.000 Euro der Forest Finance für deren Hölzer vermutlich auch. Die Zahl von 143.000 Euro hält das Unternehmen selbst für unwahrscheinlich. Life Forestry hingegen prognostiziert Erträge in doppelter Höhe. Und diese sind eher konservativ gerechnet. Denn Life Forestry hat seine Berechnungen auf der Basis eines Holzpreises von 480 Euro/m³ erstellt, obwohl der Marktpreis heute bereits mehr als doppelt so hoch liegt.
Forest Finance : Vertragsbedingungen
“… es gelten deutsche Vertrags-, Verbraucherschutz- und Rücktrittsrechte”.
Life Forestry: Forest Finance macht keine Aussagen darüber, mit wem der Vertrag geschlossen wird. Ist Forest Finance in Deutschland Land- und Baumeigentümer oder nur Vermittler? Wenn die Forest Finance Deutschland nicht mehr existiert, wo macht der Anleger seine Rechte geltend? Was passiert wenn die Forest Finance Deutschland oder die Forest Finance Panama oder seine Vertragspartner insolvent werden? Werden Rückstellungen für die Bewirtschaftung gebildet? Wenn ja wo und in welcher Höhe? Hat der Käufer ein jederzeitiges Landrecht? Was passiert mit den Bäumen des Kunden wenn der Grund und Boden in Panama verkauft wird? Wenn der Kunde auch Landeigentümer wird, welche Pflichten und Kosten entstehen, z.B. für Notargebühren, Grundsteuern, etc.?
ForestFinance stellt in seinem GreenTeak Vergleich Behauptungen auf, die nicht haltbar sind. Selbst die eigenen Aussagen sind widersprüchlich. Echte Sicherheit für Anleger ergibt sich durch geprüfte Rendite, ökologische Nachhaltigkeit, finanzielle Transparenz und forstliches Know-how von Life Forestry.
In einem unserer älteren Beiträge mussten wir schon einmal ein Richtigstellung des Vergleichs LifeForestry, Lignum und ForestFinance veröffentlichen »
Life Forestry, Lignum und ForestFinance – die ganze Wahrheit über GreenTeak (126.2 KiB)
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Tags: Fakten, Forest, Life Forestry