FAO-Studie


Eine Studie der FAO weist bereits 2015 auf die wachsende Bedeutung von Teak-Plantagen hin.

Nach Schweden, Dänemark und der britischen Timber Trade Federation hat nun auch die deutsche Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Warnung an Importeure ausgesprochen, die Teakholz aus Myanmar einführen. Life Forestry erklärt, warum das ein Grund zur Freude ist für Anleger, die in zertifizierte Teakplantagen investiert haben.

„Insbesondere Einfuhren von Urwaldteak stehen seit Langem in der Diskussion im Zusammenhang mit Korruption, illegalem Einschlag, Entwaldung und der Notwendigkeit von Reformen“, heisst es in der Mitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BLE vom 21. März 2017. Aus gegebenem Anlass habe die Behörde Importe aus Myanmar geprüft und festgestellt, „… dass bislang kein Import die Voraussetzungen von Artikel 6 der Europäischen Holzhandelsverordnung EUTR vollständig erfüllt.“ Zwar legten die Importeure teils umfangreiche Dokumentationen vor, doch bei allen Lieferungen begännen die Nachweise erst mit dem Kaufvertrag. Nicht vorlegen konnten die Importeure dagegen Dokumente, mit denen sich eine Verbindung der Baumstämme zur Einschlagsregion herstellen liesse.

Die Zukunft gehört den Teak-Plantagen

Life Forestry Geschäftsführer Lambert Liesenberg wundert sich darüber nicht: „Die Land- und Forstwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat in einer Studie von 2015 darauf hingewiesen, dass das Angebot an Naturteak aus Myanmar nach dem Inkrafttreten des Exportverbots am 1. April 2014 massiv zurückging.“ In der Studie heisst es: „Die Zukunft gehört den Teak-Plantagen … Es ist mehr als wahrscheinlich, dass das zukünftige Angebot von Teakholz weltweit von der Produktivität von Teak-Plantagen abhängt. Wo Teakplantagen professionell gemanagt werden, zeigt sich zunehmend eine gute Teakqualität und in den kommenden Jahren können Teakplantagen die gleiche Qualität wie Teak-Naturwälder hervorbringen.“

Allerdings garantiert erst die Zertifizierung einer anerkannten Organisation wie dem Forest Stewardship Council FSC, dass es sich hier um Holz aus nachhaltigem Anbau handelt und dass die Plantagen umweltverträglich und verantwortungsvoll bewirtschaftet wurden. „Auch garantiert erst die Zertifizierung die Zahlung von Höchstpreisen auf den Holz-Märkten“, ergänzt Liesenberg.

Hohes Korruptionsrisiko in Myanmar

Bei den Importen aus Myanmar will die BLE künftig „weitere Nachweise wie Zertifizierungen oder Verifizierungen durch Dritte“ sehen, weil aufgrund des hohen Korruptionsrisikos in Myanmar ein nicht unerhebliches Risiko bestünde, dass staatliche Stellen Dokumente gegen Gewährung einer Vergünstigung ausstellen. Die BLE hat die bekannten Importeure von Holz aus Myanmar nun über die künftigen Anforderungen informiert. „Ein Verstoss … stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbussen geahndet werden kann.“

Liesenberg bleibt skeptisch, ob die Importeure diese Nachweise aus Myanmar überhaupt auftreiben können. „Wer in Teakholz investieren möchte, sollte sich einen Anbieter suchen, der Bäume aus professionell bewirtschafteten Plantagen in tropischen Regionen im Angebot hat.“ Wie Life Forestry etwa in Costa Rica und Ecuador.