Teakholz: Edel, selten und wertvoll. Bild: Life ForestryDie Australian Times preist aktuell Teakholz als idealen Werkstoff für Outdoor Möbel an. Was früher nur Königen zustand, habe zwar immer noch seinen Preis, doch der sei mehr als berechtigt, schreibt das Magazin. Und nennt fünf Gründe, warum man sich heute unbedingt Gartenmöbel aus Teak leisten sollte. Life Forestry erklärt, warum Anleger von diesem Retrotrend profitieren und wo Teakholz sonst noch heiss begehrt ist.

Teakbäume zählen zu den wertvollsten Bäumen weltweit, schreibt die Australian Times, und zwar aus folgenden Gründen:

  • Gartenmöbel aus Teak sind eine langfristige Investition, weil sie jahrzehntelang dem Wetter trotzen, ohne dabei an Haltbarkeit oder Aussehen einzubüssen.
  • Das pflegeleichte Holz benötigt nur minimale Pflege, um attraktiv zu bleiben.
  • Das Holz der heutigen Teakmöbel ist umweltfreundlich, weil es nicht mehr illegal gerodet wurde, sondern von Plantagen stammt.
  • Der hohe Öl- und Wachsgehalt macht Teak unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit, dazu schützt er vor Schädlingen und sogar vor Feuer.
  • Die Kerntemperatur von Teak bleibt unter der Aussentemperatur – wird es also richtig heiss, kühlt einen die Pause auf einem Teakstuhl wieder runter.
  • Der grosse Teakholzmarkt liegt in den asiatischen Schwellenländern

Nicht dass diese Erkenntnis wirklich neu wäre, Teakholz galt schon immer als herausragend geeignetes Material für den Aussenbereich. Und wenn in Zukunft mehr Gartenmöbel aus Teak nachgefragt werden, dann ist das eine schöne Sache. „Der grosse Teakholzmarkt liegt aber nicht in Europa, Australien oder Nordamerika, sondern in den asiatischen Schwellenländern, mit Indien und China an der Spitze, wo die Nachfrage seit Jahren kontinuierlich steigt“, erklärt Life Forestry Geschäftsführer Lambert Liesenberg. Denn dort wird Teak schon seit Jahrhunderten als Luxusgut kultiviert.

Heute gilt Teakholz in China als Erfolgssymbol eines neuen, solventen Bürgertums, das die alten Traditionen kraftvoll wieder aufleben lässt und die Machtverhältnisse im Holzmarkt drastisch verschiebt. Nicht nur wetterbeständige Gartenmöbel sind gefragt, sondern exklusive Sachwerte in Form von Möbeln, teuren Wandverkleidungen, Parkett, Pagoden, Luxusjachten und vielen anderen Edelholzprodukten. Teak geniesst in China heute den Status, den Eiche, Kirschbaum und Walnuss für die Mittel- und Oberschicht in Deutschland haben. Und für Indien gilt Ähnliches.

Enormes Potenzial für Plantagenteak

Zwar versuchen beide Länder auch selbst Teakholz anzubauen, sie können jedoch mit der steigenden Nachfrage nicht mithalten. Um den wachsenden Bedarf seiner Möbel- und Bauindustrie zu befriedigen, kauft Indien inzwischen bei Produzenten in Lateinamerika, Afrika sowie in Asien ein. Die Edelholzernte ganzer Länder wird mittlerweile nach Indien verschifft. Doch es ist immer schwieriger, die nachgefragten Mengen zu beschaffen, weil überall die Bestände an wild gewachsenem Teakholz zur Neige gehen. „Das schafft ein enormes Potenzial für Plantagenteak“, so Liesenberg.

Die für einen Investor entscheidende Frage lautet natürlich: Wird sich die globale Nachfrage nach Teakholz weiterhin so positiv entwickeln? Die FAO schätzt, dass allein der Holzbedarf Chinas bis zum Jahr 2050 um mehr als 50 Prozent steigen wird. „Weil gleichzeitig die natürlichen Teakholzbestände weiter zurückgehen oder für die Abholzung gesperrt werden, erhöht sich die Nachfrage nach Teakholz aus Plantagen-Anbau in Zukunft massiv“, kündigt Liesenberg an.