Undurchsichtiges Angebot von ForestFinance wirft Fragen auf
Die Unterschiede und Vergleiche zu Waldinvestment-Anbietern wie ForestFinance oder Robinia Invest sind immer wieder Gegenstand von Kundenanfragen.
Die Forest Finance Gruppe besteht aus der Forest Finance Service GmbH und der ForestFinance Panama S.A.. Beide Unternehmen sind zwar miteinander verbunden, während das genaue Rechtsverhältnis nicht eindeutig erkennbar ist.
Forest Finance ist Anbieter von einer Vielzahl von Produkten, die als ökologisch und “zertifiziert” deklariert werden. Dabei gibt Forest Finance keine genauen Auskünfte, welcher Art diese Zertifizierung sein soll.
Diese und ähnliche Aussagen der Forestfinance machen nicht nur Interessenten stutzig, sondern riefen auch die Zeitschrift ÖKO-TEST auf den Plan. In der aktuellen Dezember-Ausgabe 2009 hat das Magazin sich mit dem Thema Waldinvestments beschäftigt und dabei teilweise erschreckende Erkenntnisse gewonnen.
Um so wichtiger ist es, dass es Unternehmen wie die Life Forestry Switzerland AG gibt, die sich mit Transparenz und maximaler Qualität zu einem der weltweit führenden Anbieter im Bereich Teakinvestment entwickelt hat. So hatte ÖKO-TEST im Rahmen seiner ausführlichen und intensiven Recherchen nichts am Angebot von Life Forestry Switzerland AG auszusetzen.
Ganz anders dagegen der Produktcheck von Forest Finance. In der Zusammenfassung von ÖKO-TEST heisst es:
“Was wir davon halten: “Tue Gutes und verdiene daran” lautet das Motto von Forest Finance laut Homepage. Doch mangels Transparenz in Kostenfragen stellt sich die Frage, wer hier vor allem verdient. Das Angebot ist bei Vertragsabschluss völlig undurchschaubar, die Wortwahl in Verträgen und Prospekten widersprüchlich und verwirrend. Für den Anleger sind Chance und Risiko aus dem Geschäft kaum kalkulierbar.”
Der Forest Finance Produktcheck von ÖKO-TEST:
Wo es hakt: Forest Finance informiert ausführlich über seine ökologische Forstwirtschaft, die Lage bestehender Fincas und das Wachstum der Bäume. Doch über andere, ebenso wichtige ökonomische Details der Verträge, wie Kosten und Mittelverwendung, schweigt sich das Unternehmen mit Sitz in Bonn und Panama aus. Darüber hinaus werden in Prospekten und Verträgen widersprüchliche und missverständliche Begriffe verwandt, was Anleger verwirren kann. So handelt es sich bei dem “WaldSparbuch” mit “Einlageabsicherung”, das Anlegern die Möglichkeit bietet, selbst “Waldbesitzer” zu werden, keinesfalls um ein herkömmliches Sparbuch. Ein Blick in den Vertrag zeigt, dass der Anleger lediglich einen Pacht- und Forstwirtschaftsvertrag über 25 Jahre abschließt. Dabei “erwirbt” er zwar je “Sparbuch” 1.000 m2 Land in Panama. Eigentümer des Grundstücks, wie der Laie irrtümlich denken könnte, wird er aber nicht. Eigentum erwirbt er nur an den Bäumen, das Grundstück wird von Forest Finance lediglich an ihn verpachtet – deshalb sei ja auch nur von “Waldbesitzer” die Rede, gibt Forest Finance auf Nachfrage an.
Auch mit der Sicherheit, die Forest Finance Anlegern beim WaldSparbuch suggeriert, ist es bei näherer Betrachtung nicht weit her. So bleibt zum Beispiel offen, was mit den Bäumen passiert, falls Forest Finance oder die Tochter in Panama insolvent werden sollte. Als “Einlageabsicherung” räumt das Unternehmen seinen Anlegern lediglich eine Rückkaufgarantie zu einem fixen Preis ein: Wenn WaldSparer den 25 Jahre laufenden Vertrag nach vier Jahren kündigen, erhalten sie zehn Prozent der einbezahlten Summe zurück. Wer länger durchhält, bekommt mehr. Den vollen Kapitaleinsatz gibt es jedoch frühestens nach 13 Jahren zurück. Mit der Einlagesicherung deutscher Sparanlagen, an die unbedarfte Anleger beim Lesen des Prospekts denken könnten, hat die “Absicherung” beim WaldSparbuch also gar nichts zu tun.
Bleibt die Frage, wie und wo Ansprüche überhaupt geltend gemacht werden können, und zwar nicht nur bei Kündigung, sondern auch falls es mit Aufforstung, Pflege und Ernte nicht wie geplant klappt. Geschlossen wird der Vertrag mit der Forest Finance in Panama und der deutschen Mutter, der Forest Finance Service GmbH in Bonn. Laut AGB gilt deutsches Recht. Verwirrend nur: Harry Assenmacher, der Geschäftsführer beider Gesellschaften ist, unterschreibt den Vertrag lediglich als Geschäftsführer der panamaischen Gesellschaft. Das bedeutet: Klagen kann der Anleger zwar in Deutschland, durchsetzen muss er seine Ansprüche aber womöglich in Panama – ein schwieriges Unterfangen.
Auch die Kosten bleiben nahezu komplett im Dunkeln: Für ein Hektar Land in Panama inklusive Pacht, Aufforstung mit 1.100 Setzlingen und 25 Jahre Forstmanagement zahlt ein Investor – je nach Produkt und Grundstücksanteil – zwischen 23.000 bis 29.000 Euro. Zusätzlich gehen für die Ernte laut AGB später vier Prozent vom Verkaufserlös ab. Im Internet ist beim Produkt Green Teak jedoch von 15 Prozent “für die Umwandlung in Mischwald” die Rede. Eine Aufschlüsselung, wie viel vom Anlagebetrag auf die Pacht, die Setzlinge, die Forstdienstleistung sowie auf Vertrieb und Verwaltung entfallen, erhalten Anleger im Voraus nicht.
Anders bei der Konkurrenz. Dort werden die Kosten bisweilen ganz detailliert aufgeschlüsselt. Solchen Aufstellungen können wir entnehmen, dass – bei vergleichbarem Leistungsumfang und Preisen – oft zehn bis zu 20 Prozent vom Anlagebetrag als Vergütung für den Anbieter einkalkuliert sind. Bei Forest Finance dagegen gibt es “keine weiteren Einstiegskosten und Provisionen”. Seltsam nur, dass wir im Internet (unter anderem bei www.eco-world.de, einem Internetportal des Altop-Verlags) gleich mehrere Meldungen finden, denen zufolge Forestfinance seine Provisionen für jeden vermittelten BaumSparVertrag-Kunden in diesem Sommer auf 60 Euro verdoppelt hat und mittlerweile “über 700 Partner” das “Forest-Finance-affiliate-Programm” nutzen. Außerdem gibt Forest Finance selbst an, dass fünf Prozent mehr Fläche jährlich aufgeforstet als verkauft oder verpachtet werden. Das sei als Risikopuffer zum Ausgleich von Elementarschäden gedacht. Falls der nicht gebraucht wird, fallen alle Erträge daraus an Forestfinance – sozusagen als fünfprozentige Prämie, wie Forest Finance es nennt. Doch auch dieser Risikopuffer muss irgendwie finanziert werden – und ist vermutlich im Kauf- oder Pachtpreis enthalten.
Verwirrend ist zudem, dass sogar bei Forest Finance selbst auf den ersten Blick gleiche Leistungen je nach Produkt unterschiedlich teuer sind. Während der Anleger für Pacht und Aufforstung bei WoodStockInvest 23.000 Euro für einen Hektar Land zahlt, kostet die gleiche Dienstleistung beim WaldSparbuch 25.100 Euro pro Hektar. Das sind 2.100 Euro oder 9,1 Prozent mehr, die möglicherweise zur Finanzierung der “Rückkaufgarantie” dienen. Denn die gibt es bei WoodStockInvest nicht. WaldSparer, die sich keinen ganzen Hektar Land leisten können, zahlen 15,5 Prozent mehr: Ein WaldSparbuch für ein Zehntel Hektar Land kostet 2.900 Euro, das entspricht umgerechnet 29.000 Euro pro Hektar. Wenn WoodStockInvest-Anleger das Land lieber kaufen statt pachten wollen, müssen sie weitere 6.000 Euro drauflegen.
Obendrein verlangt die Anlage blindes Vertrauen: Wo das Grundstück genau liegt, wie fruchtbar der Boden ist etc., erfahren Anleger im Voraus nicht – zumindest nicht aus dem Vertragsangebot. Mehr noch: Wer das Land kaufen will, muss zwar den Grundstückspreis von 6.000 Euro erst nach Grundbucheintragung (und Erhalt der Grundstückurkunde) zahlen – was laut Forest Finance Angaben durchaus längere Zeit dauern kann. Die 23.000 Euro für die Forstdienstleistungen will Forest Finance aber schon vorher haben, nämlich gleich nach Vertragsabschluss. Dabei gibt es weder Regelungen für den Fall, dass der Grundstückkauf platzt, noch wird ein Treuhänder oder Ähnliches zwischengeschaltet, der das Geld erst Zug um Zug für bereits geleistete Dienste weitergibt. Deshalb ist das Geld vermutlich längst in Panama, während der Käufer noch auf die Bestätigung der Eigentumsübertragung wartet: Laut Info auf der Homepage werden eingezahlte Gelder nach Ablauf der Widerruffrist (zwei Wochen) vom deutschen Konto der Forest Finance nach Panama transferiert.
Auch ob der Grundstückspreis angemessen ist, können Käufer kaum prüfen. Bei der Konkurrenz kostet ein Hektar Weideland in Panama nur 5.000 Euro, davon gehen noch 1.000 Euro für interne Provisionen drauf. Macht 4.000 Euro für den Hektar Land. Im Internet fanden wir Kaufangebote für Fincas zu einem Grundstückspreis von 2.500 US-Dollar je Hektar oder umgerechnet rund 1.700 Euro. Natürlich können wir die Qualität der Grundstücke nicht prüfen. Doch 4.300 Euro mehr je Hektar sind ein stolzer Aufpreis. Zudem auffällig: In den Forest-Finance-Unterlagen für den Notar beträgt der Geschäftswert sogar nur 1.000 Euro.
ÖKO-TEST kommt angesichts solcher Ergebnisse zu der Erkenntnis:
“Doch Anleger sollten vor lauter Bäumen die Risiken nicht übersehen.
Viele Geschäftsmodelle sind undurchsichtig.”
“Viele Waldfonds sind staatlich nicht überwachte Graumarktangebote
mit unüberschaubaren Risiken”, so ÖKO-TEST.
“Im Markt tummeln sich auch schwarze Schafe.
Sie gehen mit dubiosen Offerten auf Kundenfang.”
“Deshalb: Finger weg von solchen hochriskanten Offerten.”
Investment in Wald ist grundsätzlich eine gute Sache. Das bestätigt auch die Online Ausgabe der Zeitschrift ÖKO-TEST. Nur muss dies eben beim richtigen Anbieter geschehen. Life Forestry verbindet Ökologie und Ökonomie in Perfektion und bietet Anlegern damit ein absolutes Höchstmass an nachgeprüfter Sicherheit.
Der gesamte Artikel ist online in der Zeitschrift
ÖKO-TEST Dezember 2009 nachzulesen.
„Ökologisches Bewusstsein, Vertrauen und Sicherheit, aber auch soziale Verantwortung sind die Grundlage jeder Investition. Davon sind wir überzeugt und danach handeln wir!“
Mehr Informationen über die Life Forestry Switzerland AG unter www.lifeforestry.com
Forest Finance von ÖKO-TEST massiv kritisiert (135.5 KiB)
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