In den Schutzzonen rund um die Life Forestry Teakplantagen finden viele heimische Tiere Unterschlupf, wie hier ein Leguan. Bild: Life Forestry

In den Schutzzonen rund um die Life Forestry Teakplantagen finden viele heimische Tiere Unterschlupf, wie hier ein Leguan. Bild: Life Forestry

Weil ein Busfahrer auf den Galapagos-Inseln einen vom Aussterben bedrohten Leguan überfahren hat, muss er nun 15.500 Dollar Strafe zahlen. Damit setzt das Umweltministerium in Ecuador ein deutliches Zeichen für den Artenschutz. Life Forestry erklärt, warum Artenschutz so wichtig ist und welchen Beitrag Teak-Plantagen dazu leisten.

Im Bus saßen Touristen, die gerade auf dem Flughafen der kleinen vulkanischen Insel Baltra gelandet waren. Nun sollten sie zum sieben Kilometer entfernten Fährtransfer zur grösseren Nachbarinsel Santa Cruz gebracht werden. Da lief ein „Drusenkopf“ über die Landebahn, der Fahrer bremste nicht rechtzeitig und das Tier starb.

Wie kann das passieren?

Das Personal des Nationalparks Galápagos müht sich redlich, täglich die Drusenköpfe einfzufangen, die auf der Landebahn von Baltra aufkreuzen, und sie dann wieder auf sicherem Gelände auszusetzten. Dieser Landleguan muss ihnen entwischt sein, der Verwalter des Flughafens sowie die kolumbianische Luftfahrtgesellschaft Avianca werden mitverantwortlich gemacht.

Drusenköpfe leben ausschließlich auf den Galápagos-Inseln Isabela, Fernandina, Santa Cruz und den Nebeninseln Baltra, Seymour Norte sowie Plaza Sur. Die Pflanzenfresser (Conolophus subscristatus) werden etwa 1,20 lang, sind kräftig und leben in selbst gegrabenen Erdhöhlen. Die Weltnaturschutzunion (IUCN) listet sie als gefährdet auf. Die Galapagos-Inseln gelten gemeinhin als ein weltweit einzigartiges Ökosystem mit einer scheinbar unerschöpflichen Artenvielfalt. Dennoch leidet das Archipel zunehmend unter dem menschlichen Einfluss.

Warum ist es so wichtig, die Artenvielfalt zu erhalten?

„Mit dem Aussterben bestimmter Arten gehen über kurz oder lang auch wichtige und unbezahlbare Ökosystem-Funktionen verloren“, erklärt Life Forestry Geschäftsführer Lambert Liesenberg. Pflanzen leisten keine Photosynthese mehr und können damit das Klima nicht weiter regulieren. Die Bestäubung und Verbreitung von Wild- und Nutzpflanzen durch Insekten und andere Tiere findet nicht mehr statt. Flüsse können sich nicht mehr selbst reinigen. Und: Das Aussterben von Arten ist unumkehrbar. Mit jeder ausgestorbenen Art wird unsere Welt ärmer an Genen, Farben, Formen und Geräuschen. „Deshalb ist es von enormer Bedeutung, dass Länder wie Ecuador den Schutz ihrer Arten ernst nehmen.“

Welchen Beitrag leisten Teak-Plantagen zum Erhalt des Artenschutzes?

Nachhaltig bewirtschaftete Teak-Plantagen, wie sie Life Forestry in Ecuador betreibt, dienen sogar in mehrfacher Hinsicht den lokalen Ökosystemen: Zum einen ist Teakholz nicht invasiv, das bedeutet, es existiert friedlich neben einheimischen Pflanzen, ohne sie zu verdrängen. Dazu können Teak-Plantagen noch mehr CO2 binden als naturbelassene Wälder, weil sie mehr Biomasse produzieren. „Und schliesslich bieten zertifizierte Plantagen ausreichende Schutzzonen für die Tiere der Umgebung, in denen sie Unterschlupf und Nahrung finden“, ergänzt Liesenberg.