life forestry » Juni 22nd, 2017
Teakholz bietet Schutz vor Inflation und sollte in keinem Portfolio fehlen. Bild: © Life Forestry

Holzinvestments eignen sich sehr gut zur Diversifikation des Anlageportfolios. Bild: © Life Forestry

Thore D. Hansen hat den Ausbruch der Finanzkrise als Pressesprecher zweier europäischer Grossbanken erlebt, schrieb als Wirtschaftsjournalist für zahlreiche Tageszeitungen und Magazine und gilt als ausgewiesener Kenner des Finanzsektors und der internationalen Arbeit von Geheimdiensten. Life Forestry fasst zusammen, was er kürzlich in einem Interview Anlegern und Sparern riet.

„Negativ fasziniert“ habe ihn während der Finanzkrise vor allem die Kaltschnäuzigkeit der Banken gegenüber Kunden, die teilweise ihr ganzes Vermögen verloren hatten, erklärte Thore D. Hansen dem Business Insider Deutschland. Und die Empathielosigkeit: „Zahlreiche Kunden wurden überredet, ihre Produkte noch nicht zu verkaufen — damit wurden natürlich wissentlich von der Bank weitere Verluste riskiert oder wie man so schön sagt ‚realisiert‘.“ Und später hätten die Banken Zigtausende Häuslebauer gezwungen, ihre Kredite vom Franken wieder in den Euro zu transferieren. „Entweder haben Menschen dadurch ihre Häuser verloren oder standen mit zigtausend Euro Schulden mehr da. Und dabei überhaupt keine Verantwortung zu fühlen, sondern nur auf die nächste Bilanz zu achten — das war wirklich erschreckend.“

Starker Bezug zur Realität und Insiderwissen

Heute verfasst der 48-Jährige politische Thriller, etwa über die Folgen der Datenspionage und das totalitäre Potenzial des Zeitalters der Digitalisierung. „Sein Thriller ‚Silent Control’ erschien kurz bevor der ehemalige NSA-Agent Edward Snowden mit seinen Enthüllungen in die Öffentlichkeit trat“, erklärt Lambert Liesenberg, Geschäftsführer von Life Forestry. „Kritiker bescheinigen seinem Buch danach einen sehr starken Bezug zur Realität und ihm selbst als Autor die Kunst, politisch brisante Themen und Insiderwissen in Hochspannung zu verwandeln.“

Auch wenn Hansen seine Karriere als Banken-Pressesprecher seit 2010 ruhen lässt, verfolgt er die Finanzmärkte weiter sehr aktiv. Auf die Frage, ob er nicht die Nase voll davon hätte, lacht er. „„Nein, ich kümmere mich seit über 20 Jahren beruflich um die Themen Finanzwelt, Internationale Politik und Geheimdienstarbeit. Irgendwann wird es tatsächlich zur Berufung. Ich glaube, da komme ich nicht mehr raus.“

Und für potentielle Anleger hat er einen ganz klaren Rat: „Haltet euch persönlich von den Aktienmärkten fern … Denn manche Entwicklungen kündigen sich einige Tage im Vorfeld an, aber dafür braucht man sensible Antennen und man muss schnell reagieren können … unter dem Strich sollte der kleine Sparer es auf jeden Fall vermeiden, selbst solche Entscheidungen zu treffen, dafür gibt es zu viele Akteure mit anderen Interessen im Markt.“

Holzinvestments sind ein guter Diversifikationskandidat

Auch Liesenberg rät Anlegern eher zu einer vernünftigen Streuung im Portfolio, um Risiken zu minimieren. „Holzinvestments sind ein vielversprechender Baustein: Sie korrelieren laut verschiedener Untersuchungen mit anderen Anlageklassen nur gering oder sogar negativ, was sie zu einem guten Diversifikationskandidaten für Portfolios mit traditionellen Anlagen macht. Mit anderen Worten: Starke Auf- und Abwärtsbewegungen auf dem Aktienmarkt beeinflussen den Trend der Holzinvestition gar nicht oder nur geringfügig.“

life forestry » Juni 12th, 2017

teakplantagen-plantagen-management_02Teakholz ist für den Einsatz im Freien zweifellos extrem gut geeignet, stellt die Redaktion der Wiener Tageszeitung Die Presse fest. Aber ist es auch nachhaltig? Life Forestry berichtet, zu welchem Schluss die Redaktion kommt.

Zäh wie Leder sei das Holz des Teakbaums, schreibt Elisabeth Postl, und „nicht zuletzt dank dieser Qualität eines der bekanntesten Materialien für Gartenmöbel“. Der hohe Gehalt natürlicher Öle schütze Teakholz vor Krankheiten, Schädlingen und Dauerregen. Nicht mal Politur müsse man einsetzen, um es vor der Witterung zu schützen. Kein Wunder, dass man in Indien sogar Haustüren, Balken und Säulen aus Teakholz baut – es trotzt sogar Termiten. Allerdings, fragt sich Postl: Kann ein Holz, das so viele Kilometer zurückgelegt hat und heute in Ländern produziert wird, in denen er natürlicherweise nicht vorkommt, unsere Wünsche nach ökologischer und regionaler Nachhaltigkeit erfüllen? Oder solle man als Endkunde nicht lieber auf andere Materialien für die Möbel im eigenen Garten umsteigen?

„Verlässlich sind die Zertifikate des Forest Stewardship Councils“

Eine Lösung sei natürlich der Kauf von Vintage-Möbeln, denn Teak halte ja ewig. Doch nicht jeder mag an gebrauchten Tischen und Stühlen sitzen. Die Redaktion gibt ihren Lesern schliesslich den folgenden Tipp: „Tatsächlich verlässlich sind die Zertifikate des Forest Stewardship Councils (FSC): Es bestätigt einen verantwortungsvollen Umgang mit Wäldern und in der Weiterverarbeitung des Holzes – sowohl auf Umwelt- als auch Gesellschaftsebene.“ Möbel mit dem FSC-Siegel könne man guten Gewissens kaufen.

Auch Life Forestry legt grossen Wert auf eine Zertifizierung seiner Teakplantagen. Geschäftsführer Lambert Liesenberg erklärt: „Eines der wichtigsten FSC-Kriterien für Baumplantagen richtet sich gegen den Missbrauch von Anbauflächen, wie er vor allem in Indonesien und anderen Ländern Südostasiens praktiziert wurde: Nachhaltige Plantagen dürfen nicht auf Flächen errichtet werden, die man zum Zweck der Baumpflanzung gerodet hat. Bestehende Natur- und Sekundärwälder am Standort müssen geschützt werden.“ Zudem gewährleiste eine Zertifizierung, dass Plantagenbetreiber einerseits Austrocknung und Erosion entgegenwirken, andererseits Überschwemmungen verhindern. Gentechnisch modifizierte Bäume sind vom Anbau auf zertifizierten Plantagen ausgeschlossen.

Bevölkerung wird einbezogen, Artenvielfalt bleibt erhalten

„Auch die Grösse der Plantage im Verhältnis zur nicht bewirtschafteten Umgebung spielt eine Rolle, ausserdem das Wohlergehen der lokalen Bevölkerung sowie der Tierwelt.“ Und: Nachhaltig bewirtschaftete Baumplantagen haben signifikante Natur-Schutzzonen, die nicht bewirtschaftet werden und auf denen zahlreiche wilde Baumarten wachsen. Damit bewahren sie die Artenvielfalt ihres Standorts.

Die 10 Prinzipien der FSC-Zertifizierung finden sich auch auf der Life Forestry Homepage.

life forestry » Juni 6th, 2017
FAO-Studie


Eine Studie der FAO weist bereits 2015 auf die wachsende Bedeutung von Teak-Plantagen hin.

Nach Schweden, Dänemark und der britischen Timber Trade Federation hat nun auch die deutsche Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung eine Warnung an Importeure ausgesprochen, die Teakholz aus Myanmar einführen. Life Forestry erklärt, warum das ein Grund zur Freude ist für Anleger, die in zertifizierte Teakplantagen investiert haben.

„Insbesondere Einfuhren von Urwaldteak stehen seit Langem in der Diskussion im Zusammenhang mit Korruption, illegalem Einschlag, Entwaldung und der Notwendigkeit von Reformen“, heisst es in der Mitteilung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BLE vom 21. März 2017. Aus gegebenem Anlass habe die Behörde Importe aus Myanmar geprüft und festgestellt, „… dass bislang kein Import die Voraussetzungen von Artikel 6 der Europäischen Holzhandelsverordnung EUTR vollständig erfüllt.“ Zwar legten die Importeure teils umfangreiche Dokumentationen vor, doch bei allen Lieferungen begännen die Nachweise erst mit dem Kaufvertrag. Nicht vorlegen konnten die Importeure dagegen Dokumente, mit denen sich eine Verbindung der Baumstämme zur Einschlagsregion herstellen liesse.

Die Zukunft gehört den Teak-Plantagen

Life Forestry Geschäftsführer Lambert Liesenberg wundert sich darüber nicht: „Die Land- und Forstwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) hat in einer Studie von 2015 darauf hingewiesen, dass das Angebot an Naturteak aus Myanmar nach dem Inkrafttreten des Exportverbots am 1. April 2014 massiv zurückging.“ In der Studie heisst es: „Die Zukunft gehört den Teak-Plantagen … Es ist mehr als wahrscheinlich, dass das zukünftige Angebot von Teakholz weltweit von der Produktivität von Teak-Plantagen abhängt. Wo Teakplantagen professionell gemanagt werden, zeigt sich zunehmend eine gute Teakqualität und in den kommenden Jahren können Teakplantagen die gleiche Qualität wie Teak-Naturwälder hervorbringen.“

Allerdings garantiert erst die Zertifizierung einer anerkannten Organisation wie dem Forest Stewardship Council FSC, dass es sich hier um Holz aus nachhaltigem Anbau handelt und dass die Plantagen umweltverträglich und verantwortungsvoll bewirtschaftet wurden. „Auch garantiert erst die Zertifizierung die Zahlung von Höchstpreisen auf den Holz-Märkten“, ergänzt Liesenberg.

Hohes Korruptionsrisiko in Myanmar

Bei den Importen aus Myanmar will die BLE künftig „weitere Nachweise wie Zertifizierungen oder Verifizierungen durch Dritte“ sehen, weil aufgrund des hohen Korruptionsrisikos in Myanmar ein nicht unerhebliches Risiko bestünde, dass staatliche Stellen Dokumente gegen Gewährung einer Vergünstigung ausstellen. Die BLE hat die bekannten Importeure von Holz aus Myanmar nun über die künftigen Anforderungen informiert. „Ein Verstoss … stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit Geldbussen geahndet werden kann.“

Liesenberg bleibt skeptisch, ob die Importeure diese Nachweise aus Myanmar überhaupt auftreiben können. „Wer in Teakholz investieren möchte, sollte sich einen Anbieter suchen, der Bäume aus professionell bewirtschafteten Plantagen in tropischen Regionen im Angebot hat.“ Wie Life Forestry etwa in Costa Rica und Ecuador.